Nutzungsbestimmungen

Nutzungsbestimmungen

Acceptable Use Policy – HostingOase

Stand: 28. September 2026

Diese Nutzungsbestimmungen ergänzen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von HostingOase und gelten für sämtliche von HostingOase bereitgestellten Hosting-, Server-, Cloud-, Webhosting-, Domain-, Gameserver- und vergleichbaren Dienste.

1. Grundsatz zulässiger Nutzung

Die Infrastruktur von HostingOase darf ausschließlich für rechtmäßige Zwecke und im Rahmen des jeweils gebuchten Leistungsumfangs genutzt werden.

Kunden sind verpflichtet, bei der Nutzung insbesondere:

  • deutsches Recht,
  • unmittelbar anwendbares EU-Recht,
  • Rechte Dritter,
  • die technischen Sicherheitsanforderungen von HostingOase und
  • diese Nutzungsbestimmungen

einzuhalten.

HostingOase schützt grundsätzlich die Freiheit seiner Kunden, eigene rechtmäßige Inhalte, Anwendungen und Dienste bereitzustellen.

Eine inhaltliche Bewertung rechtmäßiger Meinungen oder Standpunkte findet nicht statt.

2. Rechtswidrige Inhalte und Tätigkeiten

Untersagt ist insbesondere die Nutzung der Dienste zur Bereitstellung, Förderung oder Durchführung von Inhalten oder Tätigkeiten, die gegen geltendes Recht verstoßen.

Dazu können insbesondere gehören:

  • strafbare Inhalte,
  • rechtswidrige Drohungen,
  • rechtswidrige volksverhetzende Inhalte,
  • terroristische Inhalte im gesetzlichen Sinne,
  • Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder,
  • rechtswidrige Veröffentlichung personenbezogener Daten,
  • Verletzungen von Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechten,
  • betrügerische Angebote,
  • Identitätsdiebstahl,
  • Phishing,
  • rechtswidrige Glücksspielangebote,
  • Verbreitung gestohlener Zugangsdaten,
  • Verkauf oder Vermittlung offensichtlich rechtswidriger Waren oder Dienstleistungen.

Ob ein Inhalt rechtswidrig ist, wird anhand des jeweils anwendbaren Rechts und des konkreten Einzelfalls beurteilt.

3. Malware und Schadsoftware

Nicht gestattet ist die vorsätzliche Bereitstellung oder Verbreitung von:

  • Viren,
  • Trojanern,
  • Ransomware,
  • Spyware,
  • Credential-Stealern,
  • Backdoors,
  • Botnet-Komponenten,
  • Cryptojacking-Software oder
  • sonstiger Schadsoftware.

Die Speicherung von Schadsoftware für legitime Forschungs-, Analyse- oder Sicherheitszwecke bedarf einer vorherigen ausdrücklichen Zustimmung von HostingOase, soweit hierdurch Risiken für die Infrastruktur entstehen können.

4. Netzwerkangriffe

Untersagt sind insbesondere:

  • DDoS- und DoS-Angriffe,
  • Portscans gegen fremde Systeme ohne Berechtigung,
  • Brute-Force-Angriffe,
  • Exploit-Versuche gegen fremde Systeme,
  • Paketmanipulation zur Verschleierung rechtswidriger Aktivitäten,
  • Teilnahme an Botnetzen,
  • Steuerung kompromittierter Systeme,
  • Missbrauch zur Umgehung fremder Sicherheitsmaßnahmen.

Sicherheitstests dürfen ausschließlich an Systemen durchgeführt werden, für die der Kunde über eine entsprechende Berechtigung verfügt.

5. E-Mail und Spam

Der Versand unerwünschter Massenkommunikation ist untersagt.

Insbesondere verboten sind:

  • Spam,
  • gekaufte oder unrechtmäßig erhobene Empfängerlisten,
  • E-Mail-Spoofing für betrügerische Zwecke,
  • offene Mail-Relays,
  • massenhafter Versand ohne erforderliche Einwilligung,
  • Phishing-E-Mails.

Der Kunde muss beim Betrieb eigener Mailserver angemessene Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Hierzu können insbesondere gehören:

  • SPF,
  • DKIM,
  • DMARC,
  • sichere Authentifizierung,
  • Schutz gegen offene Relays.

Bei auffälligem Mailverkehr darf HostingOase zum Schutz seiner IP-Reputation und anderer Kunden vorübergehend Versandbeschränkungen einrichten.

6. Ressourcenmissbrauch

Die Nutzung eines Hostingprodukts muss dem üblichen Zweck und dem gebuchten Tarif entsprechen.

Unzulässig ist insbesondere eine Nutzung, die:

  • die Stabilität der Plattform erheblich beeinträchtigt,
  • andere Kunden unverhältnismäßig beeinträchtigt,
  • Schutzmechanismen vorsätzlich umgeht,
  • dauerhaft erheblich mehr Ressourcen verwendet, als für das Produkt vorgesehen sind.

Bei Shared-Hosting-Produkten können insbesondere CPU-, RAM-, I/O-, Prozess- oder Datenbankgrenzen zum Schutz der Plattform eingesetzt werden.

Als „unbegrenzt“ bezeichnete Ressourcen dürfen nicht zweckwidrig als allgemeines Archiv, CDN-Ersatz, Backup-Speicher oder Download-Mirror verwendet werden, sofern dies nicht ausdrücklich Teil des Tarifs ist.

7. Kryptowährungs-Mining

Kryptowährungs-Mining und vergleichbare dauerhaft ressourcenintensive Rechenoperationen sind nur zulässig, wenn der jeweilige Tarif dies ausdrücklich erlaubt.

Auf Shared-Hosting-Systemen ist Mining grundsätzlich nicht zulässig.

8. Proxy-, VPN- und Anonymisierungsdienste

Private VPN- oder Proxy-Dienste können im Rahmen geeigneter Serverprodukte zulässig sein.

Öffentlich zugängliche:

  • Open Proxies,
  • offene VPN-Gateways,
  • Exit Nodes oder
  • vergleichbare Dienste mit erhöhtem Missbrauchsrisiko

dürfen nur betrieben werden, wenn der gebuchte Tarif dies erlaubt und HostingOase einer gegebenenfalls erforderlichen Freischaltung zugestimmt hat.

9. Gameserver

Bei Gameservern und Gameserver-Cloud-Produkten sind insbesondere unzulässig:

  • Angriffe auf andere Gameserver,
  • DDoS-Angriffe,
  • Verbreitung von Schadsoftware über Mods oder Plugins,
  • Credential-Stealer,
  • rechtswidrige Kopien kommerzieller Spielsoftware,
  • Umgehung zwingender Lizenzbeschränkungen,
  • vorsätzliche Manipulation der Hosting-Infrastruktur.

Mods, Plugins und Servermodifikationen sind grundsätzlich zulässig, sofern sie rechtmäßig sind und die vereinbarten Ressourcen nicht überschreiten.

10. Urheberrecht und Softwarelizenzen

Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er über erforderliche Nutzungsrechte an eingesetzter:

  • Software,
  • Musik,
  • Bildern,
  • Videos,
  • Datenbanken,
  • Plugins,
  • Mods,
  • Themes,
  • Quellcodes und
  • sonstigen Inhalten

verfügt.

HostingOase ist nicht verpflichtet, sämtliche Kundeninhalte vorbeugend auf mögliche Rechtsverletzungen zu untersuchen.

11. Datenschutz

Kunden müssen personenbezogene Daten auf ihren Systemen datenschutzkonform verarbeiten.

Hierzu gehört insbesondere, soweit einschlägig:

  • eine geeignete Rechtsgrundlage,
  • eine Datenschutzerklärung,
  • angemessene technische und organisatorische Maßnahmen,
  • Lösch- und Aufbewahrungskonzepte,
  • gegebenenfalls der Abschluss einer Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.

HostingOase stellt für geeignete Hostingprodukte eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO bereit.

12. Sicherheitspflichten des Kunden

Bei selbstverwalteten Systemen muss der Kunde insbesondere:

  • Sicherheitsupdates zeitnah installieren,
  • nicht benötigte Dienste deaktivieren,
  • sichere Passwörter verwenden,
  • Administrationszugänge absichern,
  • kompromittierte Zugangsdaten unverzüglich ändern,
  • bekannte kritische Sicherheitslücken beheben.

Ist ein System kompromittiert und gefährdet es die Infrastruktur oder Dritte, darf HostingOase es vorübergehend isolieren oder sperren.

13. Meldung rechtswidriger Inhalte

HostingOase stellt ein elektronisches Verfahren zur Meldung mutmaßlich rechtswidriger Inhalte bereit.

Meldungen können derzeit insbesondere erfolgen über:

E-Mail: info@hostingoase.de
Support: Ticketsystem im HostingOase-Kundenpanel

Eine Meldung sollte möglichst enthalten:

  1. eine nachvollziehbare Erläuterung, weshalb der betreffende Inhalt für rechtswidrig gehalten wird,
  2. die genaue URL, IP-Adresse, Domain oder sonstige eindeutige Fundstelle,
  3. gegebenenfalls weitere Informationen zur Identifizierung des Inhalts,
  4. Name und E-Mail-Adresse des Meldenden, soweit gesetzlich vorgesehen,
  5. eine Erklärung, dass die Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind.

HostingOase kann für Abuse-Meldungen zusätzlich eine gesonderte Meldestelle bereitstellen.

14. Prüfung von Meldungen

HostingOase prüft substantiierte Meldungen sorgfältig und objektiv.

Dabei werden insbesondere berücksichtigt:

  • konkrete Rechtsgrundlage,
  • Nachvollziehbarkeit der Meldung,
  • mögliche Rechte des Kunden,
  • mögliche Rechte Dritter,
  • Schwere der behaupteten Rechtsverletzung,
  • Gefährdungspotential,
  • Dringlichkeit.

HostingOase trifft keine pauschalen Entscheidungen allein aufgrund der Tatsache, dass eine Beschwerde eingegangen ist.

15. Inhaltsmoderation und technische Schutzmaßnahmen

HostingOase führt grundsätzlich keine anlasslose allgemeine Überwachung sämtlicher Kundendaten durch.

Technische Systeme können jedoch automatisiert insbesondere erkennen:

  • ungewöhnliche Netzwerkbelastung,
  • DDoS-Muster,
  • Spamaufkommen,
  • Schadsoftwareindikatoren,
  • ungewöhnliche Ressourcennutzung,
  • sicherheitsrelevante Ereignisse.

Solche technischen Erkennungen können eine manuelle Prüfung oder Schutzmaßnahme auslösen.

Soweit automatisierte Systeme für konkrete Moderationsentscheidungen eingesetzt werden, erfolgt deren Einsatz im Rahmen der gesetzlichen Transparenzpflichten.

16. Mögliche Maßnahmen

Bei einem festgestellten oder hinreichend konkretisierten Verstoß kann HostingOase je nach Schwere insbesondere:

  • den Kunden informieren,
  • eine Stellungnahme anfordern,
  • eine Frist zur Abhilfe setzen,
  • einzelne Ports oder Dienste sperren,
  • den Versand von E-Mails begrenzen,
  • einzelne Inhalte unzugänglich machen,
  • ein System vorübergehend isolieren,
  • den gesamten Dienst vorübergehend sperren,
  • bei schwerwiegenden Fällen den Vertrag außerordentlich kündigen.

HostingOase wählt grundsätzlich die mildeste geeignete Maßnahme.

17. Sofortmaßnahmen

Eine sofortige Sperrung ohne vorherige Anhörung kann insbesondere erfolgen, wenn:

  • eine akute Gefahr für andere Systeme besteht,
  • ein aktiver DDoS-Angriff stattfindet,
  • Malware aktiv verbreitet wird,
  • Phishing betrieben wird,
  • kompromittierte Systeme aktiv missbraucht werden,
  • eine behördliche oder gerichtliche Anordnung vorliegt,
  • eine erhebliche Gefahr für Leben oder Sicherheit von Personen besteht.

Soweit rechtlich und tatsächlich möglich, wird der Kunde anschließend über die Maßnahme informiert.

18. Begründung von Maßnahmen

Soweit gesetzlich erforderlich, erhält der betroffene Kunde eine verständliche Begründung.

Diese kann insbesondere enthalten:

  • Art der Maßnahme,
  • betroffener Dienst,
  • tatsächlicher Grund,
  • einschlägige Nutzungsregel,
  • gegebenenfalls Rechtsgrundlage,
  • Angaben über eingesetzte automatisierte Systeme,
  • Möglichkeiten zur Überprüfung der Entscheidung.

Informationen können zurückgehalten werden, soweit dies gesetzlich erforderlich ist oder Ermittlungen, Sicherheitsmaßnahmen oder Rechte Dritter gefährden würde.

19. Überprüfung einer Maßnahme

Der Kunde kann eine durch HostingOase getroffene Sperr-, Lösch- oder Beschränkungsentscheidung über das Ticketsystem oder per E-Mail überprüfen lassen.

Die Anfrage sollte enthalten:

  • Kundennummer,
  • betroffenen Dienst,
  • betreffende Entscheidung,
  • Begründung des Einwands,
  • gegebenenfalls Nachweise.

HostingOase prüft den Vorgang erneut und hebt Maßnahmen auf oder passt sie an, wenn deren Voraussetzungen nicht oder nicht mehr bestehen.

20. Behördenanfragen

HostingOase arbeitet im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang mit zuständigen Behörden und Gerichten zusammen.

Daten werden nicht allein aufgrund informeller Anfragen herausgegeben, wenn hierfür eine erforderliche gesetzliche Grundlage fehlt.

21. Gefahr für Leben oder Sicherheit

Erhält HostingOase Kenntnis von Informationen, die nach den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen einen meldepflichtigen Verdacht auf eine Straftat mit Gefahr für Leben oder Sicherheit einer Person begründen, kann beziehungsweise muss HostingOase die zuständigen Stellen informieren.

22. Wiederholte Verstöße

Bei wiederholten oder systematischen erheblichen Verstößen können strengere Maßnahmen getroffen werden.

Hierbei werden insbesondere berücksichtigt:

  • Anzahl der Verstöße,
  • Schwere,
  • Zeitabstand,
  • Verschulden,
  • Reaktion des Kunden auf frühere Hinweise.

23. Keine Umgehung

Der Versuch, eine berechtigte Sperre oder Schutzmaßnahme durch:

  • neue Accounts,
  • andere IP-Adressen,
  • technische Verschleierung,
  • Identitätswechsel oder
  • vergleichbare Maßnahmen

zu umgehen, stellt einen eigenständigen Verstoß dar.

24. Änderungen dieser Nutzungsbestimmungen

HostingOase kann diese Nutzungsbestimmungen anpassen, insbesondere bei:

  • neuen gesetzlichen Vorgaben,
  • neuen Missbrauchsmethoden,
  • technischen Änderungen,
  • Sicherheitsanforderungen.

Wesentliche Änderungen werden Kunden in geeigneter Weise mitgeteilt.

25. Kontakt

Fragen zu diesen Nutzungsbestimmungen:

HostingOase
Rathausplatz 7
35644 Hohenahr
Deutschland

E-Mail: info@hostingoase.de
Telefon: 06446 5359000

Stand: 28. September 2026